Wie nach dem Content Update vom Februar bereits angekündigt, hat sich Entwickler New World Interactive erstmal dazu entschlossen bestehende Probleme ihres Hardcore-Shooters Insurgency: Sandstorm zu beheben (wir berichteten). Einerseits hatte man sich mit den zusätzlichen Inhalten ein paar neue Probleme ins Haus geholt, aber besonders bestehende Bugs sollten beseitigt werden. Dies wurde von vielen Fans dankbar aufgenommen und New World Interactive versucht bislang auch weiterhin umgehend auf Feedback einzugehen. Ein Teil der Community blieb allerdings weiter unbefriedigt zurück: Zu klein sei der bisherige Map-Pool. Aktuell sind es sechs Karten, auf denen die Feuergefechte in Sandstorm stattfinden – für einen Großteil der Fans zu wenig.

Solch ein Unmut könnte gerade hinsichtlich eines Nischen-Shooters wie Insurgency schnell gefährlich werden. Fans der Serie sorgen sich aktuell um schwindende Spielerzahlen – für viele dauert es schlicht zu lang bis das Spiel endlich einen Umfang hat, der mehr Langzeitspaß verspricht. Die bewusste Entscheidung der Entwickler vorerst auf Bug-Jagd zu gehen, stellt dementsprechend ein gewisses Risiko für die weitere Zukunft von Insurgency dar.

Dennoch hat man sich auch mit dem gerade erschienenen Patch 1.1.4 vor allem um ein besseres Spielerlebnis mit den bestehenden Maps bemüht. So wurden auch die vergangenen zwei Wochen hauptsächlich Bugs beseitigt und verschiedene Optimierungen umgesetzt. Die Scopes sollten nun ohne Probleme funktionieren, auch die Sperrzonen auf den taktischen Karte wurden verbessert. Die KI gesteuerten Bots im kooperativen Modus wurden von vielen Spielern als unfair betitelt. Zu genau waren ihre Granatenwürfe und Spieler wurden zu schnell von ihnen erkannt – hier soll der Patch nun Abhilfe schaffen.

Patch 1.1.4 im Detail

Optimierungen

  • performantere Animationen
  • optimierter Ladevorgang von der Festplatte
  • optimierte KI für bessere Performance
  • weniger Shader und Effekte auf niedriger Grafikeinstellung
  • optimierte Partikel auf Distanz
  • Motion Blur kann nun einzeln eingestellt werden
  • Automatischer Spielerswitch im Replay-Modus (springt auf letzten Spieler zurück nach einer Kamerafahrt)

Grafische Verbesserungen

  • neue Animationen
  • verbesserte Bluteffekte
  • bessere Animation beim Kriechen (auch Waffenwechsel in Bauchlage)
  • eigene Nachladeanimation für MP5A2 uind MP5A5
  • der große Rucksack ist etwas kleiner
  • bessere Animationen der getragenen Waffen im Auto

KI-Verbesserungen im Detail

  • Sichtradius von 180 auf 124 Grad reduziert
  • Fußschritte von hockenden oder kriechenden Spielern werden nicht mehr wahrgenommen
  • Bots suchen die Umgebung gezielter ab
  • Molotovs und brennende Autos werden nun als gefährlich eingestuft
  • Hörreichweite an Spieler angeglichen. Bots hören normale Schritte auf 20 Meter, laufende auf 35 Meter
  • Hubschrauber-Bots können Spieler nun auch in Fahrzeugen erkennen

Sound-Optimierung

  • leisere Stimmen während eines Fire Supports
  • stärkerer Tinnitus-Effekt

Weitere

  • angepasste Hitbox bei schwerer Rüstung

Änderungen an den Karten

  • verschiedene Optimierungen auf den Maps Crossing, Summit und Hideout

Wann kommen mehr Maps für Insurgency Sandstorm?

Die aktuellen Patchnotes machen noch nicht viel Mut, dass es bald neue Karten für Insurgency geben wird. Der aktuelle Optimierungsprozess wird auch noch die nächsten Wochen in Anspruch nehmen. Während dieser Zeit verspricht New World Interactive weiter Ausschau nach konstruktiver Kritik zu halten und etwaige Verbesserungsvorschläge einzuplanen. Einen genauen Zeitpunkt für weiteren Content könne man aktuell noch nicht nennen, allerdings wollen sich die Entwickler nach Ablauf der nächsten Wochen noch mal dazu zu Wort melden.

Wie bereits erwähnt, ist es sicherlich ein mutiger Schritt, sich erst mit dem Bugfixing zu beschäftigen – andererseits möchte auch niemand ein fehlerhaftes Game zocken. Sicherlich spielt hier auch die kleinere Größe des Entwicklerteams in die Entscheidung mit rein. Mit mehr Manpower wäre es bestimmt möglich an verschiedenen Baustellen gleichzeitig zu arbeiten. Der Wunsch nach mehr besteht vermutlich immer, wir finden, dass Insurgency: Sandstorm auch mit seinen sechs Bestandskarten schon verdammt viel Laune macht. Wie bereits der Vorgänger gezeigt hat, wird Insurgency sicher nie ein solch populärer Shooter wie Fortnite, PUBG, Apex Legend und Co., es handelt sich dabei eben um einen Hardcore-Shooter. Das schmeckt nicht jedem, die Kern-Community hat aber bewiesen, dass sie dem Game recht treu ist – so sollte sich auch jetzt niemand vor schwindenden Spielerzahlen fürchten müssen.

Mehr dazu

Insurgency: Sandstorm Patch 1.1.1 – Keine Ladeprobleme mehr?

Insurgency: Sandstorm Content-Update

Folge uns:

Alexander Panknin

Spielejournalist bei gaming-grounds.de
1985 geboren. Mit Doom, Quake und SNES aufgewachsen. War selbst in der Indiegames-Szene aktiv und schreibt nun auf gaming-grounds.de über seine große Leidenschaft: Videospiele.
Folge uns: