Im Dezember 2021 startete der oft mit SWAT-Titeln verglichene First-Person-Taktik-Shooter Ready or Not auf Steam. Von VOID Interactive entwickelt und veröffentlicht, bildet der First-Person-Shooter die Möglichkeit, realistische Szenarien in einem Team aus Elitesoldaten zu lösen. Grundsätzlich kam Ready or Not sehr gut in der Community an, musste sich aber auch einige Kritik gefallen lassen.

Auch im März 2022 stehen die mittlerweile über 38.000 Reviews der Spielenden via Steam durchschnittlich auf „sehr positiv“. Dennoch gab es im Rahmen der Trennung vom einstigen Publisher Team17 als auch in Bezug auf einige verwendete Assets, die nach Meinung einiger Kritiker angeblich einen rassistischen Hintergrund gehabt haben sollen, jede Menge Aufregung. Diese hat sich nach ausführlichen Statements von VOID Interactive glücklicherweise gelegt, sodass man den Fokus nun voll und ganz auf das eigentliche Spiel richten kann.

Genau dazu gibt es jetzt ein Update der Entwickler, die sich darum bemühen, monatlich größere Patches zu veröffentlichen, um sowohl existierende Fehler und Schwächen auszumerzen, als mittelfristig auch neuen Content zu implementieren. Nachdem der Februar-Patch, der die neue Karte „Club“, zwei neue Waffen, kleinere Neuerungen sowie etliche Bugfixes brachte, inzwischen schon wieder über zwei Wochen zurückliegt, ist es an der Zeit einen Blick auf die Dinge zu werfen, die im März in Ready or Not in Angriff genommen werden.

März- und April-Update sollen neuen Schwung bringen

Später in diesem Monat sollen gleich mehrere Baustellen bearbeitet werden, die zum Teil schon seit längerer Zeit aus der Community gewünscht sind. Allem voran betrifft das die Möglichkeit, verhaftete NPCs zu tragen beziehungsweise an andere Stellen im Level zu bewegen. Darüber hinaus werden auch die Animationen überarbeitet, die Spielercharaktere als auch NPCs ausführen, wenn sie sich auf der Stelle drehen. Diese sollen nach dem kommenden März Update weitaus natürlicher wirken als zuvor.

Weiterhin werde, so kündigt es VOID Interactive an, auch neuer Content ins Spiel gebracht, wenn auch noch keine allzu großen Kracher zu erwarten sind. Immerhin soll es Sprengstoffwesten für Verdächtige und Zivilisten in einigen Levels und Szenarios geben. Ein visuelles Update sowie ein neuer Modus sind für „Twisted Nerve“ (auch Meth) zu erwarten. Wer besonders gerne auf das eigene Arsenal schielt, darf sich bald über eine Erweiterung um den M32A1 Granatwerfer freuen, der sowohl Blendgranaten als auch Stinger-Geschosse verschießen kann.

Zu guter Letzt wird die Karte „Penthouse“ den Test-Status verlassen und als grundlegend verbesserte Version inklusive neuem Layout, Aussehen und Modellen Einzug halten. All das ist allerdings erst die Grundlage für ein noch viel größeres Content-Update, welches für kommenden Monat geplant ist. Im April soll Ready or Not den Spielern, die bereits alle Inhalte zur Genüge gesehen haben, neue Motivation verleihen, um einen weiteren Blick zu riskieren oder nach einer Abkehr, falls bereits geschehen, zum Taktik-Shooter zurückzukehren.

Bereits in den kommenden Tagen wolle man der Community mehr von dem zeigen, woran man in der letzten Zeit gearbeitet hat und worauf wir uns, dann vermutlich im großen April-Update, freuen können.

Spieler laufen weg – Die letzte Rettung?

Ready or Not erlebt derzeit ein Schicksal, welches viele Spiele ereilt, die zwar jede Menge Potenzial mitbringen, aber von einem vergleichsweise kleinen Team betreut werden. Oftmals gelingt es den Entwicklern allein aufgrund der begrenzt zur Verfügung stehenden Ressourcen nicht, die hohe Erwartungshaltung der anfangs großen Community zu erfüllen.

Erfolgt in den ersten Wochen nach dem Start einer Early Access-Kampagne oder auch einem Full Release nicht extrem zeitnah eine Content-Offensive, ziehen die Spieler schnell zum nächsten Spiel weiter. Genau dies erleben wir auch bei Ready or Not. Während zum Early Access Start im Dezember vergangenen Jahres in der Spitze fast 20.000 Spielende gleichzeitig via Steam im neuen VOID Interactive Titel unterwegs waren, wird seit Februar dieses Jahres nicht einmal mehr ein fünfstelliger Wert erreicht. Zu den besten Zeiten in den vergangenen Wochen waren es sogar meist unter 5.000 gleichzeitige Spieler.

Um diesem Trend entgegenzuwirken, muss sich VOID Interactive nun möglichst schnell etwas einfallen lassen. Hoffen wir, dass die nächsten Content-Updates für eine Rückkehr vieler interessierter Taktik-FPS-Fans sorgen.