Gaming-Award Shows sind grundsätzlich erstmal nichts Neues. Sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene gibt es davon etliche. Angefangen beim Deutschen Computerspielpreis, über die gamescom Awards bis hin zu den Esports Awards werden Entwickler, Publisher und letztlich die beteiligten Teams in den Produktionen für ihre Werke gewürdigt.

Doch nicht alle Kreativen bekommen so viel Aufmerksamkeit, wie sie verdient hätten. Das sagt zumindest der große Streamer Dr Disrespect. Egal was er macht – es sorgt für Schlagzeilen und Aufmerksamkeit. Nicht zuletzt sein bis heute ungeklärter Twitch-Permabann sorgt für anhaltende Spekulationen und Gerüchte um seine Person.

Der „Doc“ spiel in seinen Streams eine Rolle, die polarisiert. Dass er dabei hier und da übertreibt, lässt beispielsweise sein Twitch Con Ausschluss erkennen, nachdem er auf der Messe Toilettenräume im Stream gezeigt hatte. Doch selbst nach dem späteren Ausschluss von Twitch.tv ist es um den reichweitenstarken Meinungsführer und seine Internetpersönlichkeit natürlich nicht geschehen.

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Er wechselte zu YouTube, bei seinem Comeback schaute über eine halbe Million Menschen gleichzeitig zu. Er präsentierte gemeinsam mit ROCCAT die neuen Vulcan-Tastaturen und designte sogar eine ganz eigene Karte für den aktuellen Third-Person-Shooter Rogue Company.

Und was hat das mit Awards zu tun?

Viele von euch werden sich nach dieser kurzen Ausführung zu Dr Disrespect berechtigterweise fragen, was all diese Dinge und Beispiele mit den anfangs erwähnten Gaming-Awards zu tun haben. Ganz einfach: Am heutigen Montag setzte Herschel „Guy“ Beahm IV einen Tweet ab, in dem er den Bedarf einer neuen Gaming Industrie Award Show verdeutlichte.

Demnach brauche es Preise, die sich auf Dinge konzentrieren, die wirklich wichtig seien. Als Beispiele führt er das beste Multiplayer Map-Design, den besten Waffen-Skin, das beste Singleplayer-Level, die beste Menü-Musik, den lustigsten Clip und den Gameplay Clip des Jahres an. All diese Dinge kämen in den bisher existierenden Preisverleihungen und Würdigungen zu kurz.

Dass der Doc trotz seiner Eskapaden Einfluss besitzt lässt sich nicht nur an den einleitenden Ausführungen ablesen. Wenige Stunden nach der Publikation des Tweets antwortete der offizielle Account der Esports Awards, die 2020 von Lexus präsentiert wurden, und bot dem Doc eine dedizierte Sektion im Rahmen der kommenden Esports Awards an – inklusive schwarz-roter Trophäen.

Ob sich Dr Disrespect wirklich auf eine Kooperation einlässt oder ein eigenes Event auf die Beine stellt, lässt sich bis jetzt nur spekulieren. Falls der Doc allerdings nicht nur einen großen Scherz gemacht hat – bei ihm kann man sich nie ganz sicher sein – wird es im kommenden Jahr allerdings große Neuigkeiten zu dem Thema geben.

„It’s settled….Next year.“

Abschließend erwähnt er in seinem Tweet nämlich noch, dass es für ihn bereits beschlossen sei, 2021 genau diese, ihm fehlenden Würdigungen in die Hand zu nehmen. In einem Kommentar unter dem Beitrag ergänzt er noch:

„Reward the true creatives in the industry.“

Das klingt in jedem Fall nach einem guten Vorsatz und Motto.

Was denkt ihr zu dem Thema? Hättet ihr selbst Vorschläge für weitere Kategorien?
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