Blizzard hat es nun offiziell gemacht: Offensichtlich hat das World of Warcraft Entwicklerteam schwere Not, neuen Content zu veröffentlichen. Der Wunsch nach neuen Inhalten sorgte bei Fans bereits für Unmut, doch Blizzard hat sich hierfür nun eine pragmatische Lösung einfallen lassen.

Nachdem es im Hause Blizzard die letzte Zeit wenig Gutes zu hören gab – wir erinnern uns an den großen Sexismus Skandal um Bobby Kotick im vergangenen Jahr – musste ordentlich durchgefegt werden im Team. An dieser Frischzellenkur dürfte zumindest Microsoft nach dem großen Activision Deal auch gelegen sein – auch wenn dieser aktuell noch in der Durchführung ist.

Wie die Entwickler von World of Warcraft nun mitteilten, hätte man sich bereits seit Mai Hilfe geholt, um die geplanten Inhalte trotz aller Unwegsamkeiten endlich umsetzen zu können. Als Entwicklungspartner hat Blizzard im Hintergrund bereits mit Proletariat zusammengearbeitet. Das ist ein erfahrenes Team, welches von Branchen-Veteranen aus dem Umfeld von Turbine, Harmonix, Zynga und Insomniac gegründet worden ist. Dort fließt also reichlich MMO-Erfahrung mit ein, so hat Proletariat bereits an Asheron’s Call, Lord of the Rings Online und D&D Online mitgearbeitet und zeichnet sich selbst verantwortlich für das Action-Spiel Spellbreak.

Blizzard kauft Proletariat

Ansässig ist Proletariat größtenteils in Boston. Die 100 neuen Mitarbeiter werden das Blizzard Team in Irvine zukünftig nun noch mehr unterstützen. Wie heute bekannt gegeben wurde, hat Blizzard den Entwickler aufgekauft – dies sei bereits seit längerer Zeit in Vorbereitung gewesen. Auch wenn der Vorgang noch einige Monate andauern soll, das Team arbeitet bereits unterstützend an neuen World of Warcraft Inhalten.

Blizzard zum Deal:

„Unsere Arbeit mit dem Proletariat-Team ist gut verlaufen. Wir freuen uns, heute ankündigen zu können, dass Blizzard die Übernahme von Proletariat abgeschlossen hat – etwas, woran wir schon eine Weile gearbeitet haben.

Gemeinsam werden unsere Teams unsere Entwicklungspipeline für WoW erweitern.“

Der Deal hat allerdings auch zur Folge, dass Spellbreak nicht weitergeführt wird. Das Spiel stellt seinen Dienst ein – so kann sich Proletariat voll und ganz auf WoW konzentrieren:

Spellbreak: Entwickler schalten bis Anfang 2023 die Server ab