„Schnell reagiert“ könnte man sagen. Noch bevor es vom angekündigten Minecraft World AR-Game auch nur ein richtiges Gameplay-Video zu sehen gibt, drängt sich ein Indie-Klon ans Tageslicht. WRLDCRAFT beschreibt sich als erstes richtig großes, Massive Multiplayer, lebensgroßes Augumented Realy, Geodaten und Cloud basiertes, Sanbox- und Erkundungsspiel. Angeführt wird ein Mix aus Minecraft, Pokemon Go und Second Life. Wow. Die Messlatte ist hoch. Erstaunlich dabei: Das neue MMORPG-Sandbox stammt aus der Feder eines Mannes. Mit seiner One-Man-Show Running Pixel (bekannt durch das AR-Game father.io) arbeitet der Gamedesigner Alfio Lo Castro in Italien alleine an seinem Projekt.

Seit dem Launch am 26. Juni wurden quer über den Erdball verstreut bereits mehr als 1 Million Blöcke gesetzt. Doch fangen wir vorne an.

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Was ist WRLDCRAFT

Bei dem neuen AR-Titel handelt es sich um ein Klötzchen-Aufbauspiel à la Minecraft. Zusammen mit Freunden lassen sich hier ebenfalls Strukturen bauen. Dies geschieht allerdings nicht nur in einer rein fiktiven Spielwelt. Durch aktuelle Augumented Reality Technik erscheinen die gesetzten Klötze in der realen Welt – diese wird durch die Kamera des Smartphones gefilmt. Unsere gesamte Welt dient dabei als Spielplatz. Von verschiedenen Orten aus können gemeinsame Projekte gestartet werden. Wolltet ihr schon immer mal eine eigene Brücke über die Autobahn bauen, ein Schloss im Garten haben, ein eigenes Fußballstadion errichte oder gar eine ganze Stadt entwerfen? In WRLDCRAFT soll dies nun möglich sein. Sämtliche Blocks werden dabei mit realen Koordinaten gespeichert. So können Bauwerke quasi überall erstellt und von anderen besichtigt werden.

Trailer zum AR-Game WRLDCRAFT:

Begrenzte Ressourcen

Einen kleinen Ansporn gibt es in Form der Goldadern. Es ist auf der ganzen Welt nur ein festes Kontingent an Gold vorhanden. Dieses muss gefunden und möglichst schnell abgebaut werden. Hierzu dienen Werkezeuge wie die Pickaxe, die man bereits aus Minecraft kennt. Ist das Gold abgebaut, dann ist es fort für immer. Das Gold wurde extra für den Launch verteilt und soll einen kleinen Anreiz darstellen.

Nicht nur lokal

Sobald man angefangen hat an einem Ort ein Gebäude zu errichten, ist es nicht mehr erforderlich vor Ort zu sein. Man kann dann auch bequem von zu Hause aus daran weiterbauen. Das Resultat lässt sich dann live auch vort Ort in der „echten WRLDCRAFT-Welt“ verfolgen. Man kann entweder in Lebens- oder Überlebensgröße für jedermann sichtbar bauen oder privat in klein auf seinem Wohnzimmertisch mit Freunden. Strukturen können an verschiedenen Orten gestartet und dann verbunden werden. So soll es laut dem Entwickler möglich sein ähnlich große Projekte zu starten wie die Chinesische Mauer – vorausgesetzt man bringt genügend Zeit mit.

Verschiedene Quests und Monster sollen das Spielerlebnis weiter spannend halten. So sollen auch Abenteurer auf ihre Kosten kommen. Wer lieber nur bauen mag und weniger auf Action steht, muss sich damit nicht rumschlagen. So kann jeder sein eigenes Spielerlebnis schaffen.

Straffe Entwicklung

Alfio Lo Castro gibt auf seinem Blog an, das Projekt in nur 9 Monaten entwickelt zu haben. Er bedient sich dabei aktueller AR-Technologie, wie ARCore und ARKit. Das Spiel ist free-to-play und auf iOS und Android erschienen. Rein optisch mutet das Game sehr nah an Minecraft an und bietet schönen 8bit Charme mit zeitgemäßen 3D-Effekten.

An vielen Orten auf der ganzen Welt wurden schon Blöcke gesetzt. Quelle: Running Pixel

Statistik: Ein paar Zahlen

Neben den rund 1 Million gebauten Klötzchen bisher gibt es noch ein paar weitere Daten. An mehr als 7000 verschiedenen Plätzen quer über die Welt verteilt wurden bereits Bauwerke errichtet. Es wurden mehr als 28000 Goldblöcke gefunden und 6500 Quests erfüllt. Rund 78% aller gesetzten Blöcke wurden von iPhone- und iPad-Spielern gesetzt.

WRLDCRAFT spielen

Wer sich das kostenlose Spiel mal anschauen möchte und an der globalen Bauerei teilhaben will, der findet das Spiel hier:

WRLDCRAFT für iOS

WRLDCRAFT für Android

Update: Aktuell gibt es noch reichlich Kompatibilitätsprobleme. So läuft das Spiel leider nicht auf allen Geräten. Auch fühlt sich die Menüführung noch ziemlich buggy an. Hier bedarf es noch einiger Nachbesserungen. Als reines Tech-Demo gesehen, ist Wrldcraft aber durchaus interessant. Die Spielbarkeit muss aber noch deutlich verbessert werden.


Running Pixel Webseite – Alles über WRLDCRAFT: http://www.wrldcraft.com/

Mehr dazu:

Minecraft Earth: AR Game bringt Klötzchen ins Real Life

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