Ein bisschen unerwartet und plötzlich kam es dann doch, nach drei Wochen des gegenseitigen Anschweigens, lässt sich Guy ‚Dr Disrespect‘ Beahm zu einem Interview mit der Presse hinreißen. Die Kollegen bei PC Gamer hatten Glück und konnten dem Doc erstmal ein paar Fragen stellen, nachdem er auf Twitch gebannt wurde.

Es war schon kurios, als es plötzlich dunkel wurde am 26. Juni mitten im Live-Stream von einem der beliebtesten Streamer der Plattform Twitch (hier zu lesen). Zuvor hatte sich Dr Disrespect, der Doc, schon ziemlich merkwürdig verhalten. Etwas hat ihn offensichtlich total aus der Fassung gebracht, es folgten ein paar letzte Worte, dann brauch die Verbindung ab. Bis auf einen einzigen Tweet zwei Tage nach dem Blackout (hier richtet sich Dr Disrespect an die Fans) blieb Funkstille.

Anzeige

Es wurde wild spekuliert. Der Fall Dr Disrespect wurde in Verbindung mit neuen Streaming-Diensten wie Brime gebracht, andere hingegen wollten wissen, dass der Doc in ernsten Schwierigkeiten stecken würde. Am Ende wusste niemand auch nur irgendetwas. Einzig der Verdacht, dass es sich um einen Perma Ban beim Doc handeln könnte, bekräftigte sich. Denn sowohl der Doc als auch Twitch gaben hierzu kein Statement ab. Es hieß nur, dass man bei einem Verdachtsfall entsprechend handeln würde, man aber nicht über den Grund sprechen würde.

Dies in etwa deckt sich auch mit oben genannten letzten Tweet des Docs. Hier könnt ihr den Tweet selber nochmal sehen:

Das PC Gamer Interview

Nach all dem Schweigen gab es nun also ein Interview mit PC Gamer [das könnt ihr hier nachlesen]. Eigentlich liest sich das Interview recht entspannt und nachvollziehbar. Der Doc sei extrem geschockt gewesen, als ihn sein Arbeitgeber quasi ohne Vorwarnung auf die Straße gesetzt habe. Immerhin stand er zu dem Zeitpunkt noch unter Vertrag bei Twitch. Er betont, wie schwer ihn dieser Schlag getroffen habe, deswegen hätten er und sein Team auch ein Weile gebraucht um das richtige Vorgehen zu überlegen. Hier erwähnt er auch seine Frau – ob dies bewusst ist, kann man ebenfalls nur spekulieren.

Von anderen Anschuldigungen will er nichts hören, er würde sich an solchen Diskussionen nicht beteiligen wollen, nicht, ob er etwas falsches im Stream gesagt habe und auch nichts im Zusammenhang mit den Fällen von Sexismus, die es kürzlich in der Szene gegeben hat. Damit bleibt der Doc sehr straight und sauber. Das Interview wirkt auf jeden Fall erstmal beruhigend auf Fans. Auch wenn er den eigentlichen Grund des Bans nicht nennen wollte. Er bestätigte quasi, dass es rechtliche Differenzen geben würde. Aber an dieser Front, das merkt man gleich, muss sich wohl erst noch einiges klären, bevor die Fans eine Erklärung bekommen.

Klar, mit Twitch sei jetzt endgültig Schluss, aber die wichtigste Nachricht aus dem Interview bleibt im Kopf: er will weitermachen. Nicht unbedingt mit einem Exklusivertrag, aber sein Team und er würden sich alle Optionen offen halten. Es würde definitiv weitergehen mit der Kunstfigur Dr Disrespect und das müsse nicht heißen, dass es unbedingt nur aufs Streaming beschränkt sei. Immerhin, wir erinnern uns, arbeitet er ja auch an einer TV-Sendung mit Skybound.

Das große Comeback

Der Doc überrascht plötzlich mit einem Teaser am frühen Donnerstagabend. Hier singt er folgende Zeilen:

„It is out of my hand
but i’m still in control
it is out of my hand
you can never take away
the power of my soul.“

– Dr Disrespect

In gewisser Weise eine kleine Kampfansage, vor allem aber die für seine Community wichtige Mitteilung, dass es weitergeht. Die Fans können sich also freuen.

Anzeige