Der eSport-Bund Deutschland (ESBD) will sich zukünftig für mehr Forschung im eSport-Bereich einsetzen, dies geht aus einer aktuellen Pressemitteilung hervor. Am heutigen Montag, dem 16. September 2019, wurde dafür der erste Meilenstein erreicht: Die Digitale Fachbibliothek eSport steht nun in einer Beta-Version zur Verfügung.

Zu erreichen ist diese unter: wissenschaft.esportbund.de

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In der Bibliothek sind bereits erste Veröffentlichung mit dem Themenschwerpunkt eSport und Gaming verzeichnet. Aktuell rund 250 Datensätzen an wissenschaftlichen Literaturverweisen und Medienverknüpfungen stehen bereit. Das Angebot soll von nun an fortlaufend ausgebaut und gepflegt werden. Auch Inhalte des Projekts eSport und Gaming des Bundesinstitut für Sportwissenschaften (BISp) sind in die Datenbank integriert worden.

Stimmen zur Fachbibliothek

„Mit der Fachbibliothek eSport schafft der ESBD einen guten Anlaufpunkt für wissenschaftliche Arbeit und gibt gleichzeitig einen Einblick in die Entwicklung der Forschung im Querschnittsthema eSport“, berichtet Nils Heißenbüttel, der als Referent für Wissenschaft und Forschung im ESBD tätig ist. „Wir möchten jetzt einen dedizierten Schwerpunkt auf die vielen Studienarbeiten über eSport, die in den letzten zwei bis drei Jahren entstanden sind, setzen.“

Der ESBD bittet um die Einsendung von weiteren Hinweisen, Datensätzen und eigenen Arbeiten unter wissenschaft@esportbund.de, um die Fachbibliothek zu erweitern.

Hans Jagnow, Präsident des ESBD. Quelle: ESBD, Maria Manneck

Hans Jagnow, Präsident des ESBD, zeigt sich erfreut über das Projekt:

„Mit der Fachbibliothek eSport fördern wir die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Themengebiet. Studien über eSport helfen uns, die Grundlagen der jungen Sportart besser zu verstehen und ihre Entwicklung fachgerecht zu evaluieren. Das stärkt auch Ausbildungen und Standards in diesem Bereich.“

In den letzten Jahren haben sich im Bundesgebiet verschiedene wissenschaftliche Projekte gebildet, so die Forschungsstelle eSport-Recht an der Universität Augsburg oder das Projekt eSport an der Deutschen Sporthochschule Köln. Zuletzt hatte sich das Präsidium der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) in einem Positionspapier für einen offenen sportwissenschaftlichen Umgang mit dem Thema eSport ausgesprochen.

Hans Jagnow sagte dazu:

„Wir begrüßen die verstärkte Beachtung von eSport im wissenschaftlichen Diskurs, auch wenn an manchen Stellen noch deutliche Vorbehalte gibt. Das dvs-Papier zeigt das sehr deutlich. Die Entscheidung des dvs für einen offenen Umgang mit eSport als Forschungsgegenstand ist vor diesem Hintergrund umso mehr zu begrüßen.“

Jagnow sieht bei existierenden und geplanten Projekten deutlichen Finanzierungsbedarf durch die öffentliche Hand:

„Die Forschung über eSport sollte durch den Bund als Schwerpunkt gefördert werden. Das hilft bei der praktischen Gestaltung von eSport in den verschiedenen Handlungsfeldern vor Ort, dient aber auch als sachliche Entscheidungsgrundlage für politische Maßnahmen und Förderungen des eSports.“


Über den ESBD

Der ESBD – eSport-Bund Deutschland e.V. – repräsentiert bundesweit den organisierten eSport und seine Sportlerinnen und Sportler in Deutschland. Er wurde am 26. November 2017 in der ehemaligen DFB-Villa in Frankfurt (Main) durch zwanzig Teams und Vereine, sowie der ESL, dem game und Einzelpersonen gegründet. Als Fachsportverband ist der ESBD sowohl für Politik und Verwaltung als auch für Sport- und Dachverbände der zentrale Ansprechpartner für die sportliche Ausgestaltung von eSport und die Belange der Athleten in dem Bereich. Für seine Mitgliedsorganisationen aus Spitzen- und Breitensport des  bildet der ESBD eine Plattform, auf der gemeinsame  im Dialogverfahren behandelt und übergeordnete Themenfelder bearbeitet werden können.

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