VR-Gaming heißt voll in eine andere Welt eintauchen, ohne die Limitierung eines festen Bildschirms und mit ganz natürlicher Kopfsteuerung. Spiele wie Half-Life Alyx, lassen euch die Welt um euch rum vergessen – die perfekte Immersion! … Naja, nicht ganz. Die mittlerweile sehr detaillierte und tolle VR-Grafik erfordert einen ordentlichen Rechner und dieser ist in den meisten Fällen über ein Kabel mit eurem VR-Headset verbunden.

Wie ihr mit der Oculus Quest Schluss mit dem Kabelsalat machen könnt und euch endlich wirklich befreit, das wollen wir euch heute zeigen.

Roomscaling und das Problem mit dem Kabel

VR hat sich über die Jahre extrem weiterentwickelt. War es am Anfang nur möglich, den Ausschnitt einer 2D-Darstellung per Kopfbewegung zu steuern, ermöglicht die aktuelle Technik sechs Freiheitsgrade -kurz 6DoF (englisch: six degrees of freedom). Dies ermöglicht eine tatsächliche, räumliche Simulation, man kann sich um die herumbewegen und sie von allen Seiten betrachten.

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Die neue Freiheit und auch die Fortschritte bei der Software verlangen geradezu nach neuen Bewegungsräumen. Ist es zum Beispiel leicht, den Spieler in einen virtuellen Sitz beziehungsweise in ein Cockpit zu verfrachten, in dem man sich nur umschaut, so bieten viele Spiele mittlerweile größere Interaktion. Das sorgt auch dafür, dass der Platz vor PC zuweilen etwas eng wird. Räume von 2 x 2 Metern Größe bringen schon Vorteile, wenn man nicht ständig an die Grenze seines Guardian-Bereiches kommen oder in Schränken landen will.

Dies allerdings sorgt dafür, dass die Verbindung zum PC ein Problem wird. Man braucht ein langes Kabel und dann auch ein gutes Kabelmanagement, will man sich nicht selbst einwickeln. Dafür gibt es zum Beispiel Deckenhalterungen und andere kreative Herangehensweisen. Hewlett-Packard bringt aktuell die HP Reverb G2 auf den Markt und will passen dazu einen VR Backpack anbieten. Dabei handelt es sich quasi um einen tragbaren PC im Rucksack.

Oculus setzt mit der Quest und dem Nachfolger Quest 2 auch auf eine Standalone-Variante – statt auf einen Rechner im Rucksatz setzt man hier aber auf die immer besser werdenden Smartphone-Chips. Damit ist es mit der Oculus Quest / Quest 2 bereits möglich, völlig kabellos und vor allem ganz ohne zusätzlichen PC tolle Spiele zu zocken. Diese können sich mittlerweile auch sehen lassen, hinken natürlich einem Gaming-PC mit entsprechender Grafikkarte hinterher.


Ihr interessiert euch für die Oculus Quest 2? Ihr findet ihr unseren Test und hier einen Ratgeber, wie ihr das VR-Headset in Deutschland kaufen könnt.


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WiFi statt Kabel – Spiele im ganzen Haus

Die Oculus Quest lässt sich von Haus aus bereits mit dem PC via Oculus Link verbinden. Diese Schnittstelle hat übrigens gerade erst mit der Version 23 des Quest Betriebssystems den Beta-Status verlassen. Über die Verbindung kann man problemlos auf seine VR-Spiele zugreifen, seien es die Oculus Rift Titel im Oculus Store, SteamVR oder Windows Mixed Reality kompatible Spiele.

Auch hier ist man aber wieder auf ein Kabel angewiesen, welches – im Falle der Oculus Quest 2 – übrigens gar nicht mal so billig ausfällt. Im Original zahlt man dafür knapp 100 Euro (Oculus Quest Link-Kabel), günstigere aber hochwertige Varianten von Drittanbietern kosten immerhin noch rund die Hälfte (5-Meter mit Winkelstecker), billige Kabel können unter Umständen nicht genug Bandbreite bieten (dieses 15 Euro-Kabel funktioniert trotzdem)

Virtual Desktop – Must-Have für die Oculus Quest 

Eine andere Lösung ist die Verbindung über WLAN. Auch wenn es sich dabei nicht um eine offizielle Methode handelt, in der Praxis hat sie sich bei uns mehr als bewährt. Dass die Oculus Quest ein fähiges WLAN-Chipset nutzt, merkt man bereits an den Streaming-Funktionen. Man kann bereits auf kompatible TV-Geräte, auf die Oculus Smartphone-App, auf Facebook oder einen PC-Browser streamen (neu mit der v23). Andersrum ist dies mit einer eigenen Software möglich. Wir nutzen dafür die kostenpflichtige App „Virtual Desktop“ (gibt es hier). Diese kostet zwar 20 Euro, ist aber Gold wert – vielleicht könnt ihr euch das Geld auch gleich beim Kabel sparen.

Mit dieser Software von Entwickler Guy Godin kann man aus seinem VR-Headset heraus auf einen (oder mehrere) PC-Desktop(s) zugreifen. Was auf der normalen PC-Oberfläche quasi sofort funktioniert – hierfür wird auf der Quest die App und am PC ein entsprechender Virtual Desktop Client installiert – benötigt für SteamVR noch einen kleinen soften Patch. Letzterer gibt die Funktion im System frei. Dafür setzt ihr eure Oculus Quest in den Entwicklermodus und installiert den Hack über die kostenlose Software SideQuest (diese kann auf das Quest OS zugreifen, welches übrigens auf Android basiert). Eine detaillierte Anleitung zum Installieren von SideQuest findet ihr hier – wenn ihr damit fertig seid, installiert ihr hier den Oculus SideQuest Patch.

Ist die Verbindung eingerichtet, startet ihr auf der Quest einfach den Virtual Desktop und könnt dann bequem auf eure PC-VR-Bibliothek zugreifen. Das Beste daran: Ihr könnt nun endlich euer VR-Gaming-Erlebnis komplett ohne Kabel genießen. Einzige Voraussetzung ist ein halbwegs stabiles WLAN, idealerweise ein schnelles 5 GHz-Netz. Theoretisch könnt ihr euch auch in einem völlig anderen Raum mit mehr Platz befinden, zum Beispiel im Wohnzimmer, während der Gaming-PC vielleicht im Arbeitszimmer zwei Stockwerke höher steht (hier kann eine kabelgebundene WLAN-Bridge helfen).

Ihr braucht übrigens nicht unbedingt einen Wi-Fi 6- Router, von dem in diesem Zusammenhang oft die Rede ist. Wi-Fi 5 (802.11ac) mit bis zu 1300 Mbit/s geht auch klar – das schaffen auch viele Standradrouter wie AVM FRITZ!Box und Co.

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Tipps für den kabellosen Betrieb

So schön die Freiheit ist, VR-Games kabellos zu zocken – ein paar Tücken bringt es vielleicht mit sich. Deswegen hier noch ein paar Tipps:

Akku-Pack

Wenn noch nicht vorhanden, besorgt euch ein Akku-Pack für eure Oculus Quest 2 – wir nutzen ein 5000 mAh Powerbank von Kiwi Design:

KIWI design Powerbank für Oculus Quest/Oculus Quest 2 VR Headset, 5000mAh VR Akku Gegengewicht mit USB-C Ladekabel für Oculus Quest Zubehör (Schwarz)
  • Dieser speziell für Oculus Quest/Quest 2 entwickelte akku verlängert die spielzeit und wirkt gleichzeitig als gegengewicht, um die frontlast des headsets zu verringern. so können sie sich besser in das VR erlebnis eintauchen.
  • Der 5000 mAh powerbank bietet bis zu 4 stunden spielzeit bei voll aufgeladenem Quest oder 5 stunden videowiedergabe. Dieser akku befindet sich in der PU ledertasche und ist über einen klettverschluss an der PU ledertasche an der rückseite des headsets angebracht. Er lässt sich leicht installieren und entfernen.
  • Wird mit einem USB-C ladekabel mit 2 L-förmigen anschlüssen und einem silikon befestigungsband geliefert. Das USB-C kabel verläuft über den hauptgurt, um den akku mit dem headset zu verbinden, und wird schließlich durch das silikon befestigungsband befestigt, um eine bewegung während des ladevorgangs zu vermeiden gameplay, gibt Ihnen eine bessere VR erfahrung.
  • Die Oculus Quest akku ist von CE ROHS FCC PSE zugelassen und kann auch als powerbank für andere elektronische produkte verwendet werden. Seine sbmessungen: 3 * 3 * 10 cm, gewicht: 120 g, die geringe größe und das geringe gewicht machen es zum perfekten tragbaren ladegerät für zu hause oder auf reisen.
  • Was sie erhalten: 1 * Oculus Quest powerbank 5000mAh, 1 * USB-C ladekabel, 1 * silikon befestigungsband, 1 * benutzerhandbuch. Wenn sie ein problem mit unserem produkt haben, kontaktieren sie uns bitte frei. wir bieten 18 monate produktgarantie und 24x7 freundlichen kundenservice.

Kopfpolster

Für einen angenehmen Halt auch über längere Spielzeit lohnt sich ein kleines Upgrade des normalen Kopfbandes. Dieses Polster ist angenehm zu tragen und hält das Gewicht des VR-Headset gut:

Eyglo Stirnband Kopfband für Oculus Quest 2/Oculus Quest VR Headset Reduzieren Sie den Kopfdruck Schützen Sie den Kopf Oculus Quest 2/Oculus Quest Zubehör Komfortabel Kopfpolster
  • Einzigartiges Design: Speziell für das Oculus Quest 2/Oculus Quest VR-Headset entwickelt. Reduziert das Gewicht durch mechanisches Design, erweitert den beanspruchten Bereich und erhöht den Komfort.
  • Komfortabler Griff: Hergestellt aus hochwertigem PU, Stoff und Klettverschluss, weich, komfortabel und langlebig.
  • Einfache Installation: Einfache Installation und Demontage. Mit dem einzigartigen oberen Befestigungsgurt können Sie die Position des Kopfbügels fixieren, um zu verhindern, dass er sich bewegt. Dies sorgt für ein besseres Eintauchen während des VR-Erlebnisses.
  • Volle Abdeckung: Es kann Ihren Kopf perfekt bedecken, Ihren Hinterkopf schützen und Ihnen ein Gefühl der Sicherheit geben. Kann die Unterstützung erhöhen und das Gleichgewicht aufrechterhalten.
  • Tipps: Es wird dringend empfohlen, es mit unserer Eyglo-Gesichtsabdeckung zu verwenden, um ein besseres Spielerlebnis zu erzielen.

Sorgt für genug Platz

Das klingt banal, weil es wirklich oft genug auch innerhalb der Software erwähnt wird, aber bevor ihr Schäden an euch, anderen Menschen, Tieren, eurer Oculus Quest 2 oder anderen Gegenständen anrichtet – sorgt im Vorfeld lieber für ein wenig „Pufferzone“ um euren Guardian-Bereich. Im Eifer des Gefechts haut man auch zu, wenn das blaue Gitter kommt.

Orientierungspunkte einprägen

Spätestens, wenn ihr euer lästiges Kabel los seid, werdet ihr euch wesentlich freier bewegen als sonst. Trotz all der gewünschten Immersion prägt euch trotzdem ein paar Orientierungspunkte ein, damit ihr nicht ganz den Bezug zur realen Welt verliert. Das kann etwas Akustisches sein (Fenster, ein Brummen oder eine tickende Uhr) oder einfach das Tageslicht – ein wenig nach unten Schielen hilft dann manchmal, um die Orientierung zu behalten.

Störungsfrei spielen

Falls ihr Mitbewohner habt, dann sagt ihnen besser Bescheid, dass ihr jetzt spielt. Andere sehen euren Guardian-Bereich nicht und laufen gerne mal durchs Gefecht. Eine virtuelle Axt und somit ein Hartplastik-Controller am Kopf, sollte vermieden werden. Davon ab kann auch ein plötzlich ertönender Fernseher ein Immersionskiller sein. Wir drücken euch die Daumen, dass euch eure Mitbewohner nicht ärgern…

 


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