Die Rückkehr der ersten World of Warcraft Erweiterung „The Burning Crusade“ ist so gut wie sicher. So ziemlich jeder eingefleischte Fan und (selbsternannte) WoW-Experte rechnet in naher Zukunft mit großen Neuigkeiten rund um die zweite World of Warcraft Classic Episode. Mit der „nahen Zukunft“ ist selbstverständlich die nahende BlizzConline 2021 im Februar gemeint.

Nachdem die BlizzCon 2020 aufgrund der globalen Situation abgesagt werden musste, hatte Blizzard fast im gleichen Atemzug eine Ersatzveranstaltung angekündigt, die am 19. und 20. Februar 2021 online stattfinden und übertragen werden soll. Im Gegensatz zur normalen BlizzCon werdet ihr dieses Mal kein Online-Ticket erwerben müssen, um alle Panels und Punkte auf der Agenda verfolgen zu können.

Abermals will der Entwickler und Publisher über die Zukunft etlicher Spiele des eigenen Hauses sprechen. So steht eben neben Diablo, Hearthstone und Co. auch World of Warcraft auf dem Plan. Bereits in der Vergangenheit hatten sich die Hinweise auf eine Fortsetzung von WoW Classic immer weiter verdichtet.

Zahlreiche Hinweise auf TBC-Server

Angefangen bei Blizzards eigener Aussage, bei einem erfolgreichen Verlauf von Classic weitere Inhalte aufarbeiten zu wollen (und davon kann man zweifelsfrei sprechen), über die an die Öffentlichkeit gelangte E-Mail-Umfrage im März 2020 bis hin zu den Spekulationen und Leaks der Insider Nano (@NanoNost) und Staysafe TV.

Letzterer wollte im Dezember 2020 davon erfahren haben, dass nicht näher spezifizierte Quellen das Datum der Veröffentlichung im April 2021 geleaked hätten. Er kündigte in seinem zugehörigen Video auch an, dass offizielle Informationen angeblich im Rahmen der BlizzConline bekannt gegeben werden sollen.

WoW Classic: Kommen die TBC-Server schon im April?

Wie werden die Server aussehen?

Nun ist es an der Zeit etwas näher zu beleuchten, wie die Ausgestaltung von The Burning Crusade Classic Servern aussehen könnte. Bevor wir dies aller Voraussicht nach im kommenden Monat erfahren werden, wollen wir mit euch gemeinsam auf die vorstellbaren Alternativen schauen und bewerten, welche davon wir als am sinnvollsten erachten.

Zunächst schauen wir dafür noch einmal auf die Alternativen, die Blizzard sich bereits im März vergangenen Jahres selbst zurechtgelegt hatte und im Anschluss einen Teil der Community mit einbezog, um deren Meinung berücksichtigen zu können. Vier Szenarien waren zu diesem Zeitpunkt demnach vorstellbar:

1. Den aktuellen WoW Classic Charakter auf seinem aktuellen Server weiterspielen, während er die Burning Crusade Erweiterung dort erleben kann (mit der Möglichkeit ihn auf einen neuen Server zu transferieren, wo er für immer in Classic WoW bleibt, ohne jemals Level 60 zu überschreiten).


2. Einen neuen Level 58 Charakter auf einem neuen Burning Crusade Server erstellen.


3. Einen neuen Level 1 Charakter auf einem neuen Burning Crusade Server erstellen.


4. Den aktuellen WoW Classic Charakter auf seinem aktuellen Server weiterspielen, wo er niemals über Level 60 und Classic hinauskommen wird (mit der Möglichkeit, auf einen neuen Burning Crusade Server zu transferieren).


Doch welche dieser Vorgehensweisen ist wirklich sinnvoll?

Wir haben die für uns entscheidenden Vor- und Nachteile herausgearbeitet und sind am Ende bei zwei favorisierten Alternativen gelandet, die wir uns am ehesten vorstellen könnten.

An Alternative 1 stört und mit Abstand am meisten, dass die aktuellen Serverpopulationen bei einer Aufteilung der Charaktere auf bestehende und neue Server arg beeinträchtigt würde. So würden voraussichtlich viele Gilden erneut auseinandergerissen, wie es teils bei der Veröffentlichung von WoW Classic in Retail schon unvermeidlich passiert war. Während die einen mit ihrem aktuellen Classic-Charakter wohl weiterspielen wollen, um die Abenteuer der Höllenfeuerhalbinsel erneut zu durchleben, würden andere auf einen Classic-Server transferieren, um den Charme der ursprünglichen WoW weiter genießen zu können. Unserer Meinung nach nicht die beste Lösung.

Alternative 2 klingt zunächst einmal vergleichsweise langweilig, bietet aber die Einsteiger freundlichste Variante. Einen Charakter direkt auf Stufe 58 erstellen und direkt in der Scherbenwelt starten zu können würde viel Aufwand für alle jene ersparen, die bislang noch kein WoW Classic gespielt haben oder ihren WoW Classic Charakter nicht über Level 60 hinauslassen wollen. Die Kehrseite: Wer einen Charakter auf Level 58 beginnt, kennt sich mit diesem oft nicht allzu gut aus. Was ist meine Rolle, welche Aufgabe erfülle ich in einer Gruppe und wie setze ich meine Fähigkeiten gekonnt ein? All diese Fragen müssten in einem guten Intro / Tutorial erklärt werden, wie es in der World of Warcraft Retail Version bereits existiert. Dennoch: Wahrscheinlich eine der besseren Lösungen für die The Burning Crusade Classic Server.

Alternative 3 erscheint zunächst unwahrscheinlich, da die Motivation für viele Classic-Enthusiasten gering sein dürfte, noch einmal von Level 1 starten zu müssen. Wie ihr vermutlich wisst, dauert es viele, viele Stunden, bis man im klassischen World of Warcraft die Maximalstufe erreicht hat. Dies war auch in The Burning Crusade nicht viel besser. Insbesondere, wenn man mit seiner Klasse zufrieden war dürfte es ärgerlich sein, wenn man diese nach Classic in The Burning Crusade noch einmal von vorne leveln und ausstatten muss. Andererseits löst diese Variante natürlich das Problem der fehlenden Klassenkenntnis aus Variante 2.

Alternative 4 hat offensichtlich mit den gleichen Problemen zu kämpfen wie Alternative 1. Die Aufteilung von bestehenden Charakteren auf Classic und Classic-TBC Server hat unverkennbare Nachteile für Spielergruppen. Dennoch würden wir diese Lösung im direkten Vergleich zu Alternative 1 hinten anstellen, da es hier nicht der aktiven Entscheidung bedarf den Server zu verlassen, um in Classic zu verbleiben. Wir erhoffen uns hierdurch eine potenziell größere verbleibende Gemeinschaft. Unserer Einschätzung nach würden sich mehr Spieler für einen Transfer entscheiden, um The Burning Crusade spielen zu können, als andersherum.

Zusammenfassend bedeutet dies, dass wir die Alternativen 1 und 2 als favorisierte Lösungen ansehen, wenn es um die Umsetzung von The Burning Crusade Classic in World of Warcraft geht. Eventuell geht Blizzard hier sogar einen gemischten Weg aus zwei Optionen, um sowohl den Einstieg auf Level 58 zu ermöglichen, als auch existierende Classic-Charaktere weiterzuspielen.

Welche der Optionen gefällt euch am besten? Diskutiert gerne mit uns in den Kommentaren, bevor wir im Februar vermutlich die Blizzard-Lösung präsentiert bekommen.
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Die TBC-Features in der Übersicht

Diese Features und Änderungen würden uns in The Burning Crusade im Vergleich zu Classic neu erwarten:

  • Stufenaufstieg bis Level 70
  • Scherbenwelt als neues Gebiet mit vielen weiteren Zonen
  • Keine 40 Spieler Raids mehr
  • Einführung der Arena und ihrer Seasons
  • Einführung von heroischen 5-Spieler Instanzen
  • Die Völker Draenai und Blutelfen
  • Neuer Beruf: Juwelenschleifen
  • Sockel auf Ausrüstungsgegenständen
  • Schamanen und Paladine für die jeweils andere Fraktion (vorher exklusiv Horde bzw. Allianz)
  • Flugmounts und ihre freie Verwendung in der Spielwelt

Über WoW Classic

Nach langem Begehren der WoW-Gemeinde, zahlreichen Fan-Projekten, Private-Servern und vielem mehr hatte Blizzard 2019 endlich ein Einsehen. Mit  belebt der Entwickler eines der größten Online-Rollenspiele aller Zeiten die Anfänge einer magischen Welt wieder, die Millionen von Spielern über 15 Jahre lang in ihren Bann gezogen hat und es bei einer großen Community weiterhin tut.

Einmal die Uhr zurückdrehen: Wie oft wünscht man sich in allen möglichen Situationen und Lebenslagen diese Option? Mit World of Warcraft Classic wird dieser Traum zumindest zu einem Teil wahr. Am 27. August 2019 ist es plötzlich wieder fast 2004. Keine Blutelfen, Draenai, Worgen, Goblins, Todesritter, Dämonenjäger, Klassenhallen, World Quests und 120 Level. All das vergessen wir in Classic und konzentrieren uns auf das, was mal wichtig war. Der Weg zu Level 60, eine Gemeinschaft, die sich kennen lernt und gemeinsam Azeroth Stück für Stück erschließt. Viele Fans erhoffen sich zumindest genau das.