Mit dem Feelbelt Series One ist eine besonders interessante Hardware erschienen, die euch quasi das perfekte Add-on für euer Gaming-Erlebnis bietet. Dieser Gürtel erweitert die Soundwiedergabe von Spielen um ein haptisches Feedback. Was zunächst etwas technisch klingt, ist eigentlich ganz einfach zu beschreiben: Wenn ihr den Feelbelt tragt, spürt ihr, was auf dem Bildschirm geschieht. Dafür nutzt der Gürtel euren Tastsinn.

Man kann sich das vorstellen wie bei einem Subwoofer, der für tiefe Bässe sorgt, die den ganzen Raum zum Wackeln bringen. Allerdings geht der Feelbelt ein paar Schritte weiter, der Gürtel überträgt das gesamte Frequenzspektrum des Menschen (und darüber hinaus) direkt auf euren Körper. Fahrt ihr zum Beispiel ein Autorennen, dann spürt ihr die Vibration direkt auf eurer Haut oder wenn ihr in einem Shooter gerade einen Treffer abbekommt, merkt ihr ihn direkt in eurer Magengegend. Das sorgt für ein extrem intensives Spielgefühl und lässt euch noch mehr ins Geschehen eintauchen.


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Haptisches Feedback 2.0

Haptisches Feedback ist grundsätzlich keine neue Erfindung. Wir kennen dies bereits aus dem Alltag, so vibrieren Smartphones beispielsweise bei Eingabe auf der Tastatur oder bei eingehenden Benachrichtigungen und mechanische Tastaturen bieten einen Tastenwiderstand beim Tippen. Im Gaming-Bereich begegnen wir dem haptischen Feedback seit Einführung von vibrierenden Controllern. Bereits das Rumble Pak für den N64 bot ein Feedback, Flightsticks, Racing-Lenkräder nutzen Force Feedback und aus heutigen Gamepads ist das Vibrieren gar nicht mehr wegzudenken. Sony hat ebenfalls früh erkannt, wie wichtig diese spürbare Rückmeldung an den Spieler ist. Bereits vorherige Konsolen nutzten den Dualshock Controller. Aktuell liefert Sony die PlayStation 5 mit einer neuen Controller Generation aus, die auf dem sogenannten Dual Sense basiert – ein verbessertes haptisches Feedback.

Ein Vibrieren an den Fingern ist schon ziemlich gut, besser wäre es allerdings, das Gefühl direkt an den Körper zu übertragen. Genau dies macht der Feelbelt mit dem eigenen Haptic Feedback 2.0 und setzt dafür auf 10 Impulsgeneratoren. Diese Einheiten sind auf der Innenseite des Gürtels angebracht und schicken den Sound des Spiels direkt auf den Nutzer. Die Entwickler haben dabei hohen Tragekomfort und ein möglichst intensives Erlebnis zum Ziel gehabt. Dies ist auch der Grund, warum der Feelbelt in Form eines Gürtels konstruiert wurde. Er ist leicht anzulegen und „befeuert“ eine der wohl feinfühligsten Bereiche unseres Körpers. Am Bauch laufen extrem viele Nerven zusammen und wir können den Sound an dieser Stelle quasi direkt in Emotionen umsetzen: Grollende Bässe beispielsweise unterstreichen gruselige Momente, abrupte Impulse können uns erschrecken, rhythmische Bässe von Musik hingegen machen Spaß.

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Der Feelbelt kann quasi mit jeder Tonquelle verwendet werden, die entweder einen Audioausgang hat oder Bluetooth-Audio ausgeben kann.

Taktischer Vorteil, bessere Ortung

Die Bewegung der Impulsgeneratoren läuft dabei dynamisch und die Intensität ist abhängig von der Geräuschquelle. So gibt es sanfte Schwingungen und harte Impulse, je nachdem, was gerade auf dem Bildschirm passiert. Dieses Feedback kann sogar einen taktischen Vorteil bringen, da man auf das Geschehen durch das spürbare Feedback direkt reagieren kann – sogar, wenn man es gerade nicht im Blick hat. Während es in manchen Shootern dafür vielleicht einen visuellen Hinweis gibt, ist man mit einem haptischen Feedback klar im Vorteil, da man sich weiterhin auf die wichtigen Bereiche des Bildschirms konzentrieren kann.

Das Feedback des Feelbelts funktioniert rein durch Bewegung der Generatoren und nutzt dafür keine elektrischen Impulse. Dies sorgt für ein sicheres Spiel und ein natürliches Empfinden. Die Impulsgeneratoren reagieren auf Stereoquellen und lassen euch somit auch die Richtung des Signals orten. Fährt zum Beispiel ein Auto an euch vorbei, könnt ihr die Bewegung des Geräuschs mit eurem Körper nachempfinden.

Flexibler Einsatz

Der Feelbelt kann grundsätzlich mit jeder Schallquelle genutzt werden, die entweder über Bluetooth oder über den 3,5 mm Stereo-Eingang ihren Weg in das Gerät findet. Ihr könnt damit auch euere Musikwiedergabe intensivieren, dafür gibt es sogar verschiedene Voreinstellungen (Music, Gaming, Bass-Boost), die ihr über eine eigene Smartphone-App wählen könnt. Wenn ihr Filme schaut, sorgt der Feelbelt für den nötigen Wumms – sogar ohne eure Nachbarn zu belästigen. Es lassen sich quasi alle Medien um ein haptisches Feedback erweitern.

Besonders spannend ist der Feelbelt allerdings, wenn es ums Zocken geht. Wer auf der Suche nach möglichst viel Immersion ist, der sollte sich das Gerät unbedingt anschauen. Während eigentlich alle Spiele-Genres an PC, Konsole oder sogar der portablen Nintendo Switch davon profitieren, macht die Kombination mit einem VR-Headset besonders Laune. Wer zum Beispiel das Standalone-Gerät Oculus Quest 2 nutzt, wird den Feelbelt gar nicht mehr ablegen wollen. Sei es bei musiklastigen Rhythmusspielen wie Beat Saber, Horrorspielen oder Shootern: der Belt steigert das Gefühl mitten im Spiel zu sein immens.

feelbelt oculus quest
Die Kombination aus Feelbelt und VR-Headset (hier Oculus Quest 2) ist unschlagbar.

Mehr Barrierefreiheit

Abschließend möchten wir auch noch einen weiteren Aspekt erwähnen: Durch das haptische Feedback können mit dem Gürtel auch gehörlose oder schwerhörige Menschen mehr Freude an Medien haben. Mit dem Feelbelt erhält man eine tolle Möglichkeit, Töne und Musik über den Tastsinn wahrzunehmen.

Feelbelt kaufen

Der Feelbelt ist direkt über die Herstellerseite zu beziehen und kostete 349 Euro – aktuell gibt es eine Aktion und ihr könnt diese Erweiterung eures Gaming-Erlebnisses für 299 Euro bekommen. Erhältlich ist der Gürtel in zwei verschiedenen Größen, durch das verstellbare, elastische Trageband mit Magnetverschluss ist der Feelbelt für alle Spieler geeignet.

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Feelbelt


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