Mit dem Steam Deck steht der neue mobile Spiele-PC von Valve in den Startlöchern. Eigentlich sollte das hybride Gerät, welches auch als Desktop genutzt werden kann, bereits Ende 2021 erscheinen. Spielegigant Valve musste den Release aufgrund der akuten Bauteileknappheit verschieben. So soll das Steam Deck nun im Februar erscheinen.

So bestätigte es zuletzt auch noch der Valve Produktdesigner Greg Coomer im Dezember gegenüber der Presse:

„Wir haben das Gefühl, dass wir auf dem besten Weg dazu sind. […]  Wir sind immer noch enttäuscht, dass wir den Termin von Ende dieses Jahres auf Anfang nächsten Jahres verschieben mussten. Aber ja, alle Zeichen deuten darauf hin, dass wir im Februar ausliefern können.“ via PC Gamer

Vorbestellt werden konnte das Gerät seit Mitte Juli (Steam Deck vorbestellen). Das Angebot war allerdings stark limitiert und mittlerweile werden Vorbesteller auf das zweite Quartal 2022 vertröstet. In der ersten Auslieferungswelle sollen „einige Tausend Geräte“ ausgeliefert werden. Danach wolle man sich bis ins kommende Jahr steigern. So sollen später Millionen von Nutzern die Möglichkeit haben, ein Steam Deck kaufen zu können. Wie viel Geräte bereits vorbestellt worden sind und über welche Dimensionen man beim geplanten Release reden kann, dazu macht Valve keine Angaben.

50 Teile fehlen

Engpässe gäbe es aber vor allem im Bereich der Mikrochip-ICs. Insgesamt habe man 50 Bauteile identifiziert, die schwierig zu beschaffen seien. Glaubte man vor Ende 2021 noch daran, eine ausreichende Menge bekommen zu können, hatte die hohe Nachfrage letztlich doch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Immerhin würden diese Bauteile auch beispielsweise in der Autoindustrie benötigt werden.

Denkt man an den Umstand, dass sich diese Situation auch in den kommenden Monaten vermutlich nicht entspannend wird, wirkt die Zahl 50 zugegebenermaßen erschreckend hoch. Coomer beteuerte aber, dass der Steam Deck Launch anders abliefe als bei anderen Hardware-Herstellern. So müsse man nicht nach und nach die Einzelhändler mit Geräten bestücken, wie wir es von Xbox Series X, PlayStation 5 und Nintendo Switch OLED kennen. Der Verkauf läuft aktuell ausschließlich über Steam und die Stückzahl ist pro Kunde limitiert. So können die Geräte direkt zum Kunden gelangen, ohne Umwege oder Scalper, die sich größere Mengen aus der Versorgungskette abgreifen. Zuletzt hatte auch Microsoft auf die Engpässe reagiert und knüpfte den Verkauf der Hardware an ein Game Pass Abo, um so vermutlich einen weiteren Verkaufsfilter vorzuschalten. Auch die Switch OLED war zunächst nur über Nintendo erhältlich. Diese Taktik kann also aufgehen – vorausgesetzt, man kommt trotzdem an eine ausreichende Menge an Bauteilen.

Wir können nur hoffen, dass Valve nun mehr Glück bei der Beschaffung hatte und es zumindest für den Februar grünes Licht für den Steam Deck Release gibt. Davon profitieren aktuell aber auch nur die Vorbesteller – alle anderen Interessenten sollten sich lieber auf längere Wartezeiten einstellen.

Wenig Informationen zum Release

Aktuell hört man leider relativ wenig zum Steam Deck. Auch wenn wir nicht zu pessimistisch sein wollen, könnte dies natürlich auch der Vorbote für eine weitere Verschiebung sein. Hatte es im vergangenen Jahr noch relativ viele Informationen zum Thema gegeben, ist es in letzter Zeit sehr ruhig geworden. Hier und da präsentieren die Entwickler ihre Spiele auf dem Steam Deck – von Valve haben wir aber schon länger nichts gehört.

Ob dies nur die Ruhe vor dem Sturm ist, lässt sich aktuell schwer abschätzen. Bis Februar sollten wir also alle noch ein wenig die Daumen drücken.

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