Mit dem Kalenderjahr findet heute auch das Spiele- und eSport-Jahr sein Ende. Zum Abschluss möchten wir mit euch auf unsere persönlichen High- und auch Lowlights der Videospielwelt in 2018 zurückblicken. Bitte berücksichtigt, dass die nachfolgenden Impressionen unsererseits rein subjektiv sind und keinesfalls Allgemeingültigkeit besitzen oder eine vollständige Übersicht geben können. Gerne könnt auch ihr uns in den Kommentaren erzählen, welche Spiele ihr besonders gefeiert habt oder in welchem Titel ihr die meiste Zeit versenkt habt. Gab es Ereignisse, Vorgehensweisen oder Releases, die in der Form gar nicht gehen? Also wir finden schon.

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Jonas‘ Spiele-Jahr 2018

Puh, 2018 ist schon wieder zu Ende. Die Zeit fliegt und die Ereignisse häufen sich. Oft fehlt uns im Alltag jedoch die Zeit im Detail darauf zu achten oder gezielt über einige Vorkommnisse nachzudenken. Deshalb nehme ich mir diese genau jetzt und hier. Das nun hinter uns liegende Jahr bot aus meine Sicht zahlreiche High- und Lowlights, über die es sich auch im Nachhinein noch einmal zu sprechen lohnt.

eSport in Deutschland

Muss der eSport „ausradiert“ werden oder ist er „blutrünstig“? Der ESBD bezieht nun Stellung zu diesen Äußerungen. Quelle: Pixabay

Um später mit dem Positiven schließen zu können, möchte ich mit meinen persönlichen Gaming- und eSport-No-Gos beginnen. Der erste Punkt, über den ich an dieser Stelle noch einmal tilten möchte, sind die Aussagen diverser Personen des öffentlichen Interesses über den eSport als Ganzes. Wie kann sich beispielsweise ein wichtiger Landespolitiker mit einer einzigen Äußerung in einem wirtschaftlich- und politisch relevantem Thema derart disqualifizieren? Ihr wisst, auf welches Zitat ich anspiele?  Der hessische Innenminister Peter Beuth forderte, man müsse den Begriff eSport „ausradieren“, während der Präsident des LSB Sachsen-Anhalt, Andreas Silbersack, von „blutrünstigen“ Spielen im Zusammenhang mit eSport sprach. Einige ältere Beispiele gibt es insbesondere aus dem Bereich des professionellen Fußballs. Sowohl BVB-Chef Hans-Joachim Watzke („Das ist vielleicht modern. Ich finde das komplett scheiße. […]“) als auch DFB-Präsident Reinhard Grindel („Fußball gehört auf den grünen Rasen und hat mit anderen Dingen, die computermäßig sind, nichts zu tun.“) finden keine besonders diplomatischen Worte gegenüber einem der am stärksten aufstrebenden Wirtschaftszweige unserer Zeit.

Wie kann man sich gegenüber einer derart stark anwachsenden Community mit einem unfassbaren wirtschaftlichen und politischen Potenzial mit dieser Vehemenz verschließen? Ich glaube, an dieser Stelle erreiche ich nicht die Personen, die eine wirkliche Antwort auf diese Frage geben können. Jeder, der schon einmal ein eSport Turnier live oder im Internet verfolgt hat, kann die Faszination am eSport zumindest nachvollziehen. Schon lange füllen Weltmeisterschaften in diversen Titeln Stadien und die Zuschauerbasis vor Ort und online wächst stetig weiter. Ein wesentliches Interesse eines großen Teils der Jugend wird also schlichtweg ignoriert. Ob man es so schafft, die Potenziale der Szene zu nutzen oder am Ende wieder einmal in Deutschland dem Puls der Zeit hinterher läuft? Abwarten. Aber es gibt Lichtblicke. Dank einer Vereinbarung im Koalitionsvertrag muss sich die Politik konkret mit dem Thema auseinandersetzen. Auch dank eines unermüdlichen Einsatzes des eSport-Bundes Deutschland besonders im Rahmen der Kommunikation und Information über den eSport in Deutschland können wir hoffnungsvoll auf 2019 blicken.

Entwickler- und Publisherverhalten

Atlas – Das lange Warten..

Ein weiteres relevantes Thema des Jahres 2018 ist meiner Meinung nach das Verhalten und die Strategie verschiedener Entwickler in Bezug auf den Realease und Verkauf ihrer neuen Titel. An dieser Stelle möchte ich insbesondere auf zwei Negativbeispiele eingehen, in denen ich das Verhalten der Verantwortlichen aus der Sicht eines Spielers und Otto Normalverbrauchers nicht nachvollziehen kann. Das erste Exempel ist der noch nicht allzu lange zurückliegende Release von Atlas. Das neue MMO-Projekt der ARK: Survival Evolved-Macher. Kurz vorab: Ja, ich hatte mich wirklich auf das Spiel gefreut. Ein frisches MMO in einem unverbrauchten Setting mit Survival Elementen und 40.000 Spielern in einer Welt! Das klang fantastisch. Doch am ursprünglich geplanten Releasedatum gab es kein Spiel. Steam vertröstet mich weiterhin mit einem „Bald bei Steam“. Nach mehreren kurzfristigen Verschiebungen des Early-Access Starts und einer wirklich mangelhaften Kommunikation über Ursachen und Gründe dann endlich die Möglichkeit das Spiel zu kaufen. Kaufen ja, spielen nein. Keine Verbindung zu den Servern möglich… wirklich? Nagut, dann heißt es wohl weiter warten. Ist ja auch Early Access, da kann sowas passieren. Dann endlich, die Server sind online: Ganze vier Stück an der Zahl. Für einen weltweiten Release. Mh. Hinterher die irgendwie schon bekannte Aussage „Wir haben mit so einem Spieleransturm nicht gerechnet“.  Wieder einmal fühle ich mich nicht wie im Jahr 2018. Nur die Spitze des Eisbergs ist wohl die Abrufbarkeit eines ARK-Menüs in Atlas. Steam Reviews mit dem Inhalt „Gutes Piratenspiel, das Geld ist weg.“ sind da nicht weiter verwunderlich. Schade.

Fallout 76 – Zu früh, zu unfertig

Beispiel Nummer zwei ist kein geringeres als das Verhalten von Bethesda beim Release und Verkauf von Fallout 76. Neben offensichtlichen technischen Startschwierigkeiten, die ich einem MMO auch im Jahr 2018 noch einräume, einem übertrieben begrenzten Sichtfeld in der First-Person-Kamera, welches es quasi unmöglich macht diese auf längere Zeit zu nutzen, ohne sich wie ein Pferd mit Scheuklappen zu fühlen, gab es da noch diesen Verkauf der Collectors-Edition. Diese sollte unter anderem mit einer wertigen Canvas-Tasche daher kommen. Stattdessen bekamen die meisten Besteller bloß Nylon-Plastik ausgeliefert. Nach einem dementsprechenden Shitstorm versprach Bethesda zwar mittlerweile Entschädigung und die Nachlieferung des versprochenen Inhalts, verständlich ist dieses Vorgehen meiner Meinung nach allerdings nicht. Welche Reaktion aus der Fangemeinde, die zirka 200 Euro für die Sammleredition ausgegeben haben, hatte man denn erwartet? Selbst bei Schwierigkeiten bei der pünktlichen Auslieferung hätte es doch eine kurze Entschuldigung, einen kleinen Gutschein-Code und den Hinweis auf Nachlieferung – die nun ja eh erfolgen muss – besser getan als die Billig-Variante.

Lichtblicke und Freudenstunden

Uuuuund weiter geht es: Auch der 1. FSV Mainz 05 steigt in den eSport ein. Quelle: https://www.mainz05.de/verein/esports/

Fußball nicht nur auf dem grünen Rasen

Puh. Nun aber genug des Rants. Kommen wir zu den wie immer zahlreichen positiven Ereignissen. Auch hier möchte ich mit dem eSport beginnen. Besonders freut mich der Einstieg zahlreicher professioneller Fußballvereine in den eSport. Auch, wenn sich die Sparte in den allermeisten Fällen zunächst auf das Unwort „eSoccer“ beschränken soll, erkennen die Vereine mit dem Commitment der Sparteneröffnung das Potenzial und die Zukunft professioneller Videospiele an. Neben den „alten Hasen“ Schalke und Wolfsburg gesellten sich 2018 unter anderem Mainz, Hamburg, Hannover, Ingolstadt und weitere große deutsche Vereine mit professionellen und unter Vertrag genommenen Videospielern zu den Akteuren der Szene.

LoL Weltmeisterschafft – Europa an der Spitze

Besonders erfreulich für den ganz großen eSport in Deutschland und Europa war auch die diesjährige League of Legends Weltmeisterschaft in Südkorea. Mit G2 und Fnatic schafften es gleich zwei europäische Teilnehmer bis ins Halbfinale des Events und konnten somit der gesamten kompetitiven Region Europa beweisen, dass man auf internationalem Niveau ganz oben mitspielen kann. Das Finale zwischen G2 und den letzten verbliebenen Asiaten von Invictus Gaming sahen 99,6 Millionen Menschen auf über 30 verschiedenen Plattformen und Fernsehsendern in 19 verschiedenen Sprachen.

Meine Lieblingsspiele 2018

Genug von der großen Makroebene gesprochen. Natürlich habe auch ich 2018 als leidenschaftlicher Spieler wieder unzählige Stunden mit dem Daddeln verbracht. Besonders fünf Titel haben es mir angetan, die ich – natürlich je nach Genre-Geschmack – jedem Zocker ans Herz legen kann. In einer kleinen Top-5 möchte ich euch nachfolgend meine Lieblingsspiele des Jahres präsentieren.

Platz 5: Overwatch
Der Helden Shooter aus dem Hause Blizzard lag bei mir seit Season zwei bis vor wenigen Monaten in meiner Blizzard App quasi komplett brach. Jedoch habe ich durch einen passenden Sale im Humble-Bundle, der Freunde von mir zum Spielen motivierte, wieder zu Overwatch zurückgefunden. Besonders in der Gruppe erfreue ich mich nun wieder mehr oder weniger regelmäßig am mehr oder weniger taktischen Rumgeballer!

Platz 4: Minion Masters
Minion Masters könnte ein Titel sein, der manchen von euch eher weniger sagt. Bei dem Spiel handelt es sich um eine Mischung aus Moba, Deckbuilding und Strategiespiel. Vor den etwa zwei bis acht minütigen Gefechten setzen wir unser aus nur zehn Karten bestehendes Deck zusammen, um anschließend im 1v1 oder 2v2 in den Kampf zu ziehen. Mit Boden- und Lufteinheiten, Tanks, Heilern und Scharfschützen und Zaubern bietet Minion Masters ein herrlich komplexes Schere, Stein, Papier-Prinzip und lässt Strategen-Herzen mit einem sehr geringen Glücksanteil höher schlagen. 76 Stunden Spielzeit in etwa zwei Monaten sagen alles Weitere.

Platz 3: Tom Clancy’s Rainbow Six Siege
Ich glaube, zu diesem Spiel muss ich wenig erklären. Tom Clancy’s Rainbow Six Siege ist einer der besten Taktik-Shooter der vergangenen Jahre und fesselt mich und viele Freunde auch weiterhin mindestens ein Mal pro Woche für einige Stunden an den Bildschirm. Auch hier gilt: Je voller die Gruppe, desto mehr Spaß. Dank unzähliger nutzbarer Strategien und Absprachemöglichkeiten bietet R6S einen unfassbar hohen Langzeitspaß. Es ist so schön, wenn ein Plan funktioniert!

Ring of Elysium bietet eine gute, kostenlose und erfrischende Abwechslung im Battle Royale Genre.

Platz 2: Ring of Elysium
Ring of Elysium ist mein Battle Royale des Jahres. Als kostenlose Alternative zu PUBG und anderen Genre-Vertretern gestartet bietet RoE alles, was ich mir persönlich in einem Battle Royale wünsche. Zahlreiche Verbesserungen hat Tencent hier realisiert, auf die ich in anderen Spielen schon lange warte. Wer mehr über meinen Eindruck erfahren möchte, kann alles im Detail in meinem Angespielt zu Ring of Elysium nachlesen.

Platz 1: Rocket League
Ich schäme mich schon fast für diese Platzierung und meine Spielzeit in Rocket League. Mit einem der simpelsten Spielprinzipien überhaupt bietet der Autofußball von Psyonix nicht enden wollenden Spielspaß. Rocket League und auch schon sein Vorgänger Supersonic Acrobatic Rocket-Powered Battle-Cars sind für mich die Definition des Sprichwortes „Easy to learn, hard to master“. Gegen den Ball fahren kann – mit ein bisschen Übung – jeder. Einen „Half-Flick“ gefolgt von einem „Wave-Dash“ in Richtung Wand, um anschließend einen „Ceiling-Shot“ mit einem oder mehreren „Jump Resets“ durchzuführen, dürfte allerdings nur dem besten Prozent aller Spieler regelmäßig gelingen. 1.417 Spielstunden auf Steam reichen mir dafür jedenfalls noch bei weitem nicht aus.

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Jonas Walter

Spielejournalist bei gaming-grounds.de
Jonas 'Syncerus' Walter ist seit 2010 im eSport-Journalismus aktiv. Nach Beteiligungen an diversen eSport Projekten im redaktionellen Bereich wie MaseTV, ESC Gaming oder Team Vertex ist Gaming-Grounds.de nun die erste eigene Konzeption.

Diese hat die Vision aktuell relevante Themen aus dem Gaming- und eSport-Bereich aufzugreifen und für Videospielbegeisterte an einem Ort zu konzentrieren.
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Alex: Mein Gaming-Jahr 2018

Okay, was will man diesem schönen Jahresrückblick noch hinzufügen? Auf die wirklich spannende und teilweise sehr nervenaufreibende Entwicklung in den eSports ist Kollege Jonas ja bereits eingegangen. Ich beschränke mich deswegen hauptsächlich darauf, euch meine nicht ganz so geheimen Spiele-Favoriten 2018 zu nennen und ein wenig über das Gamebiz zu plaudern. Welche Games haben mich 2018 bewegt und was kann ich empfehlen? Hier erfahrt ihr es.

Wieviel ist ein Spiel Wert?

Jedes Jahr kommen gefühlt mehr fette Spielekracher in die Läden. Meine Wunschliste quillt über, mein Konto wird strapaziert ohne Ende. Gerade der Online-Gigant Steam schafft es mit jeder neuen Rabattaktion (und davon gab es viele) an meiner Geldbörse zu nagen. Besonders hart zu Buche geschlagen haben die Sales zu den Game Awards 2018 und der immer noch laufende Steam Winter-Sale. Wie befriedigend es doch ist, seine üppige Wunschliste etwas zu schrumpfen und auf Schnäppchenjagd zu gehen!

Allgemein kommt man da natürlich in Gedanken: Ist es richtig, wenn hochwertige Spiele zum Schleuderpreis über den digitalen Ladentisch gehen? Ist das eine Hilfe für die Entwickler, um so über die Masse mehr Umsatz generieren? Stehen die Rabatt-Preise noch im Verhätlnis zu der gigantischen Arbeit, die in manch einem Titel steckt? Besonders kritisch sieht es aus, wenn man dann noch einen Schritt weitergeht und von Rabatt-Atkionen zu den Keybörsen wie G2A schielt…

Früher war der Markt anders aufgestellt, es ist ein wenig wie in der Musikbranche. Spiele werden zur Massenware und es ist schwer sich in der neuerscheinenden Spieleflut behaupten zu können. Das könnte auch den einen oder anderen frühzeitigen Release erklären und die immer unfertigeren Spiele, die auf den Markt kommen. Allgemein ist es schon erstaunlich, dass wir Spieler immer mehr als Beta-Testern „missbraucht“ werden. Ja es ist schön, ein heißersehntes Game so früh wie möglich unter die Finger zu bekommen. Manch ein Spiel würde allerdings einen weitaus größeren Zauber entfalten, wenn es zur Veröffentlichung auch… spielbar wäre. Ein paar Beispiele hatte Jonas mit Atlas und Fallout 76 bereits genannt – da verbrennt man sich die Spieler schon bevor man eigentlich fertig ist.

Meine Spiele-Highlights 2018

Das Jahr 2018 war wieder sehr stark, etliche wirklich tolle Spiele kamen auf den Markt. Eigentlich viel mehr, als man überhaupt zu zocken in der Lage ist. Wir haben viele Kandidaten angespielt und uns einen Überblick verschafft. Dabei haben mich besonders folgende Titel in den Bann gezogen:

Ni No Kuni II: Revenant Kingdom

Mit diesem klassisch anmutenden JRPG ist Level-5 ein wirklich zeitloses Meisterwerk geglückt. Auch ohne den Vorgänger zu kennen, können die Spieler hier etliche schöne Stunden in eine bezaubernden Welt eintauchen und die wirklich gelungene Mischung aus Game und Anime erleben. (mehr zum aktuellen DLC – Labyrinth des Geisterkönigs.)

Subnautica

Ein Survival-Spiel der etwas anderen Art. Das Setting ist gewagt, weiß aber dank solidem Gameplays zu überzeugen. Erfrischend anders kommt Subnautica daher und ist vor allem eines: einfach gut spielbar.

Wreckfest

Nach einer bereits recht erfolgreichen Early-Access Phase kam 2018 ein würdiger Nachfolger zu Genre-Klassikern wie Destruction Derby auf den Markt. Ich habe wirklich lange auf ein vergleichbares Racing-Game gewartet. Wreckfest erfüllt auf eine herrlich brachiale Art die Gier nach Crashes und Schrott. Hier kann sich jeder auf der Piste austoben und mal ordentlich Dampf ablassen.

theHunter: Call of the Wild

Ein richtiger Underdog ist dieser neueste Ableger der theHunter-Reihe von Expansive Worlds. Zugegeben, erschienen ist das Spiel bereits 2017, mit unzähligen stimmigen Erweiterungen schaffen es die Entwickler aber die Jagdfans bei der Stange zu halten. Fernab vom muffigen Jagdhorn und Filzhorn Image überrascht der Titel mit einer guten Mischung aus Arcade und Simulation, das Ganze in einer wunderbar schönen Umgebung. (mehr zum aktuellen DLC – Parque Fernando)

Farm Together

Ein bezauberndes Farming Game. Auch hier habe ich lange auf eine gute „Steam“-Alternative zu Animal Crossing gewartet. Farm Together geht dann zwar doch eher mit seinem Farm orientierten Gameplay in Richtung Harvest Moon, dennoch bezaubert die putzige Grafik bereits beim ersten Starten. Mit vielen Quests und freischaltbaren Gegenständen, weiß Farm Together einfach zu überzeugen und hier könnt ihr euch nach einem erfolgreichen Chicken Dinner ein wenig entspannen. Das Spiel ist außerdem auch für Kinder gut geeignet – welche Spiele wir da noch empfehlen können, lest ihr hier: 11 Steam Games für Kinder – Bunt, verrückt und unbedenklich

Breathedge

Kurios! Dieses Spiel ist anders. Breathedge kam still und heimlich auf den Markt, dabei handelt es sich wie bei Subnautica um ein beinhartes Survival-Game. Gespickt mit einer schönen Prise Schwarzen Humors könnt ihr hier im All um den Atem ringen. Das Spiel ist meist recht günstig zu haben, Fans des Genres sollten einen Blick wagen.

Playerunknown’s Battlegrounds

Viel braucht man zu PUBG vermutlich nicht sagen. Mit einem fulminanten Rekord (3 Millionen Spieler gleichzeitig) startete der Battle Royale Bolide Anfang 2018 auch in diesem Jahr seinen Siegeszug. Kaum jemand hat nicht über dieses Game gesprochen. Das Schlachtfeld ist allerdings nicht nur innerhalb der Blauen Zone hart umkämpft, Fortnite und Co. heizten ordentlich ein und es begann ein Ringen um die Spitze. Mittlerweile sind noch andere wirklich gute Battle Royale Vertreter an den Start gegangen (Ring of Elysium zum Beispiel), dennoch ist PUBG für mich noch immer der stille König – Ich mag das Setting, den Stil und vor allem das Gameplay. Mit Sanhok, Vikendi und etlichen Neuerungen sind nun auch wieder ein paar spannende Erweiterungen hinzugekommen – ich bin gespannt wo die Reise hingeht und hoffe nur, dass man sich auf dem Weg nicht verläuft. (mehr zu Vikendi)

Mein Favorit: Insurgency: Sandstorm

Quelle: Focus Home Interactive, New World Interactive

Kein Spiel hat mich 2018 so unverhofft an den Bildschirm gefesselt wie der Insurgency Nachfolger Sandstorm. Für mich ist dieser Taktik-Shooter fast wie eine Fortsetzung zu CS:GO – Große Karten und mehr Freiheit im Gameplay. Sandstorm ist zudem eines der atmosphärischsten Games überhaupt: Hier fühlt man sich wirklich mittendrin im Gefecht. Schicke aber online-taugliche Grafik, hervorragender Sound und ein erheblicher Suchtfaktor zeichnen das Game aus. Am Umfang kann der Entwickler noch etwas feilen, so mag man gerne noch mehr Maps haben, auch ist der Cempetitive Modus noch nicht sehr ausgereift, allerdings weiß Insurgency schon jetzt auf voller Linie zu überzeugen. Ein sehr guten Start hat es meiner Meinung nach aber bereits hingelegt. Hier könnte ihr  mehr zu Insurgency Sandstorm lesen.

Was war nicht so toll?

Politische Diskussionen um den eSport, ja – das war für mich auch ein Aufreger. Davon ab gab es aber auch ein paar andere Dinge in der Welt der Spiele, die nicht so super liefen. Neben den verkrachten Releases von Fallout 76 und Atlas gesellen sich bei mir noch ein paar Events hinzu. So war zum Beispiel auch die Playstation Classic ein Witz (könnt ihr hier lesen), da hat Sony einfach etwas lieblos rumgewerkelt – meiner Meinung nach am Ziel vorbei, schade.

Weiterhin wäre da noch DayZ 1.0 – nach Monaten habe ich mich mal wieder rangetraut, hatte ich mir doch geschworen, dass Spiel erst wieder hervorzuholen, wenn es spielbar ist. Ich wurde herb enttäuscht. Bereits die ersten Sessions fühlten sich einfach nicht wie ein fertiges Spiel an. Trotz der neuen Engine wirkte alles wenig „frisch“, so wie angekündigt, sondern eher klobig und buggy. Mich konnte die Version 1.0 auf jeden Fall nicht überzeugen. (hier lest ihr mehr zu DayZ 1.0)

Dann wäre da noch Counter-Strike Danger Zone. Wow. Da kommt schon ein wenig Nostalgie auf, wenn man den neuen CS:GO Modus anspielt. Für mich fühlt sich das eher an wie ein Fan-Mod, allerdings nicht der beste. Ich habe ein paar Runden durchgehalten, allerdings komme ich nicht umhin zu denken, dass es sich dabei um den krampfhaften Versuch handelt, an die Erfolge der anderen Battle Royale Größen anzuschließen. Da muss noch kräftig nachgebessert werden. (unser Angespielt zu Counter-Strike Danger Zone)

Achja, ein Spiel auf den Verkaufscharts ganz oben – ich hatte es gar nicht verstanden: Landwirtschafts-Simulator 2019. Klar, dass ich es ebenfalls antesten musste. Was mich erwartete, war eine veraltet aussehnde Sim mit einer merkwürdigen Spielmechanik. Alte Farm-Sim Hasen mögen verzeihen, aber für Neueinsteiger wirkt alles irgendwie ziemlich klobig und wenig zeitgemäß. Wer sich an Traktoren erfreuen möchte, kommt hier vielleicht auf seine Kosten – ich bleibe da lieber bei Games wie Farm Together.

2019 du kannst kommen

Wer es geschafft hat bis hier ganz unten zu lesen: Herzlichen Glückwunsch! Wir freuen uns auf jeden Fall auf ein spannendens Jahr 2019. Es warten wieder einige interessante Games auf den Release und wir freuen uns auch weiter für euch zu berichten. In diesem Sinne einen guten Rutsch und Start ins Jahr 2019.

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Alexander Panknin

Spielejournalist bei gaming-grounds.de
1985 geboren. Mit Doom, Quake und SNES aufgewachsen. War selbst in der Indiegames-Szene aktiv und schreibt nun auf gaming-grounds.de über seine große Leidenschaft: Videospiele.
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